Klimakrise trifft Frauen im Globalen Süden besonders hart
Die Katholische Frauenbewegung Burgenland (kfb Burgenland) schließt sich dem dringenden Aufruf zahlreicher Vertreter:innen der katholischen Weltkirche an, rasch und entschlossen für mehr Klimagerechtigkeit einzutreten. Ein gemeinsames Schreiben von Bischofskonferenzen aus mehreren Kontinenten und der vatikanischen Entwicklungsbehörde fordert die Staatengemeinschaft zu einem Kurswechsel auf – hin zu sozialer, ökologischer und wirtschaftlicher Gerechtigkeit, getragen von langfristiger Verantwortung statt kurzfristigem Profitdenken.
Roselinde Strommer, Vorsitzende der kfb Burgenland, betont: „Die Klimakrise betrifft uns alle – aber längst nicht alle in gleichem Maß. Besonders Frauen im Globalen Süden stehen vor dramatischen Herausforderungen. Sie verlieren Lebensgrundlagen, kämpfen um Ernährungssicherheit und tragen die Hauptlast, wenn es um Versorgung und soziale Stabilität geht. Wir können das nicht ignorieren.“
Für die kfb Burgenland, die im Rahmen der Aktion Familienfasttag seit Jahren Frauenprojekte in Asien, Afrika und Lateinamerika unterstützt, ist klar: Klimaschutz ist keine technische oder rein ökologische Aufgabe, sondern eine Frage globaler Gerechtigkeit.
Der aktuelle Appell der Weltkirche ruft dazu auf, sich von einseitigen Wirtschaftsinteressen zu lösen und mutige politische Schritte zu setzen – etwa bei der Umsetzung des 1,5-Grad-Ziels. Zugleich wird vor sogenannten „falschen Lösungen“ gewarnt, die unter dem Deckmantel der Nachhaltigkeit neue Formen von Ausbeutung schaffen.
Auch im Burgenland engagieren sich viele Frauen – sei es beim Suppenessen, bei Bildungsveranstaltungen oder im Spenden-Einsatz für den Familienfasttag. Allein 2024 wurden österreichweit über 1,6 Millionen Euro gesammelt – ein starkes Zeichen lebendiger Solidarität.
Roselinde Strommer fasst zusammen: „Es braucht mutige politische Entscheidungen, aber genauso eine Haltung des Teilens und der Verbundenheit. Für uns als Frauenbewegung heißt das: Nicht wegsehen, sondern handeln – aus christlicher Überzeugung und im Bewusstsein unserer weltweiten Verantwortung.“
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