Herbert Putz hatte im April 1986 die Idee, einen Kreuzweg im Hohlweg zur Bründlkapelle zu errichten. Er lud 30 jung verheiratete Männer zur Mitarbeit ein. Die Esterhazy'sche Güterdirektion wurde ersucht, die Aufstellung der Kreuze zu genehmigen. Ein Förster der Güterdirektion war behilflich, das Akazienholz für die Kreuze auszusuchen. Mitte Mai 1986 wurde mit der Schlägerung begonnen. Das Holz wurde geschnitten und über den Winter gelagert.
Die Monate der Holztrocknung wurden genützt, um über die Gestaltung der Kreuze nachzudenken. In den Hohlweg sollten keine störenden Elemente hineingestellt werden. Es sollten bodenständige Materialien verwendet werden, die attraktiv und ansprechend, aber dennoch schlicht sind. Man kam zum Entschluss, die Kreuze mehr als 2 Meter hoch anzufertigen und den Leidenweg Christi auf Hinterglasbildern darzustellen.
Die in Steinberg-Dörfl wirkende Hinterglasmalerin Edda Schaller (Bild links) erklärte sich bereit, die 14 Stationsbilder zu malen.
Der Hauptteil der Arbeiten war das Hobeln, Schleifen, Zusammenbauen und Streichen des Holzes in der Tischlerei Möbel Putz. Ende April 1987 waren die Kreuze zusammengebaut und wurden gestrichen.
Manche Arbeiten wurden von 2 Personen durchgeführt, manchmal waren 20 beteiligt. Ende Juni wurden die Kreuze im Hohlweg aufgestellt. Nahezu tausend Arbeitsstunden waren notwendig, um den Kreuzweg in der jetzigen Form entstehen zu lassen. Es war nicht immer leicht die Arbeiten durchzuführen, da viele Mitarbeiter die Woche über in Wien arbeiteten und so nur am Wochenende zur Verfügung standen.
Zur guten Zusammenarbeit haben die gemütlichen Treffen am Abend wesentlich beigetragen, wo die weiteren Arbeiten besprochen wurden.