Basilika Güssing

Unsere Basilika: Der Außenaufbau unserer Basilika und Klosterkirche gestaltet sich entsprechend der Bettelorden-Architektur weitgehend schmucklos.

 

Das Klostergebäude ist ein 2-geschoßiger Dreiflügelbau mit Satteldach. Es schließt direkt an die Nordseite der Kirche an, mit der es einen annähernd quadratischen Grundriss bildet.

 

Der Eingang in unsere Basilika befindet sich an der Westseite mit dem darüber liegenden Wappen der Familie Batthyány. Seit der Erhebung zur ‚Basilica minor‘ im Jahr 2013 sind auch die Wappen von Papst Franziskus (rechts) und Bischof Ägidius Zsifkovics (links) angebracht.

 

In der Südfassade sind zwei Grabplatten eingemauert:Die linke Platte ist dem protestantischen Grundherrn Balthasar Batthyány (1543-1590) gewidmet. Die Rechte zeigt vermutlich Franz I. Batthyány (1497-1566).

 

 

Klosterbibliothek

Die Klosterbibliothek mit einem Bestand von ca. 7000 Werken befindet sich im Obergeschoß in einem als Bibliotheksraum adaptierten Teil des Klosterumganges.

 

Von den mehr als 200 Inkunabeln (Frühdrucke bis 1500) ist vor allem die als „schönste deutsche Bibelausgabe bis 1500“ geltende, von Anton Koberger 1483 in Nürnberg gedruckte Bibel zu erwähnen.

 

Die Klosterbibliothek ist nicht öffentlich zugänglich,eine Besichtichtigung ist aber auf Wunsch und gegen Voranmeldung möglich.

Die Familiengruft der Familie Batthyány

Das Franziskanerkloster beherbergt die Familiengruft der Familie Batthyäny. Adam Graf Batthyäny errichtete mit dem Franziskanerkloster eine Begräbnisstätte unter der Klosterkirche, die bis heute verwendet wird. Die Gruft ist kreuzförmig unter der Kirche angeordnet und besteht aus einem zweischiffigen, größeren Raum und einem kleineren unter dem Chor. Daran schließen zwei weitere kleine Räume unter der Lorettokapelle und unter der Sakristei sowie ein weiterer Raum — etwastiefer liegend — unter dem Turm an. Eine Erweiterung erfolgte im Jahr 1969, sodass sich die Gruft nun bis unter den Nordtrakt des Klostergebäudes erstreckt. Es befinden sich ca. 100 Sarkophage nebst Herzurnen in der Gruft, die von der der Größenach der Kapuziner- oder Kaisergruft in Wien die zweitgrößte Familiengruft Österreichs ist. (Quelle: “Die Gruft der Fürsten und Grafen Batthyány” von Gert Polster, 2016